Gedichte und Gedanken von Rosana Reach (1878-1940):

 

 


Liebe Leser,

sie können hier einen Blick auf eines der frühen Werke von Rosana Reach werfen. Wir bitten um Entschuldigung, dass der Umfgang der Seite zu noch zu Wünschen übrig läßt. Wir überarbeiten gerade diese Seite.

Viel Spass wünscht



Ein R.Reach Verehrer

PS: Die Seite in Gedenken an die wunderbare Lyrikerin Rosanan Reach wird von den folgenden Unterstützern gesponsort:

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Trauer im Herzen

Die Zeit vergeht, wie ein schwaches Licht,

Nur Glück ist da, wo es ist.

Kein Funkenschlag, kein helles Licht

Da bin ich frei gewesen.

Komm schöne Zeit,

wo bist Du hin,

mein Stolz ist aufgebraucht.

Ich folge Dir, wo hin du willst

Doch bleibe jetzt bei mir.

In dunkler Herbstnacht,

war ich nicht bei mir,

hab Dich verschmäht mein Kind,

Doch nun weiss ich,

was Glück du bringst,

kein Stolz erfüllt mich mehr.

Gib Dir das Glück,

Gib Dir die Freud,

nur Du allein,

kannst fliegen,

Sag noch einmal zu der Zeit

ich möcht dich länger lieben.



R.Reach um 1900



Diese Gedicht wurde von Selma Senderling in die deutsche Sparche übersetzt, ein herzlicher Dank gebührt Ihr.

 

 

Ein weiteres sehr schönes Gedicht, um 1910.


Wahrheit, nur die Wahreheit

Was ist schon wahr,

wenn, dass was war auch so ist,

wie es war, dann ist ja alles selten klar.

Doch auch die Wahrheit hat viele Seiten,

so ist ein Mörder nicht gleich ein Mörder,

ein guter Mensch nicht nur gut
.

Es lässt sich eben treflich streiten,

bleibt aber Wahrheit ein teures Gut.

Der schlaue Mensch weiss nun auch,

das Wahrheit im heutigen Gebrauch,

nicht selten durch Geschick ersetzt,

sich jeder Wahrheit wiedersetzt,

so bleibt für uns die große Frage,

ist Wahrheit nicht doch ziemlich vage,

oh ja so ist es,

sagt der Advokat,

den mörder grad vom

Hänkerstod bewahrt.

In Wirklichkeit ist Wahrheit

nur ein Gefühl,

ist es gut, so ist es wahr

ist es schlecht, so wunderbar,

ist alles, alles nur gelogen.

Poetry Slam – moderne Dichtkunst

„Gedichte sind gemalte Fensterscheiben!“ So lautet die erste Zeile eines Gedichtes des unvergesslichen Johann Wolfgang von Goethe. Aber interessiert sich heute überhaupt noch jemand für die Dichtkunst? In den Zeiten des Web 2.0, in denen jedes Kind einen eigenen Weblog betreibt, ist die klassische Poesie „uncool“. Es ist viel „chilliger“ und angesagter, Videos aus Youtube in den eigenen Blog einzubetten und darüber zu berichten, wie sich das Rad der Welt à la Tagebuch ausschließlich um die eigene, und nicht um die Achse der anderen dreht.

Doch da gibt es auch etwas anderes. Etwas Spannendes. Etwas Besonderes. Man muss nur genau hinschauen. Ober besser noch, hinhören: Selbstgeschriebene Texte, von Lyrik bis Satire, werden von Poeten aus aller Welt vorgetragen und performt. Es sind keine Hobbypoeten, sondern Slamer, leidenschaftliche Dichter und Liebhaber der Sprache. Im Rahmen eines so genannten Poetry Slams (zu Deutsch: Dichterwettstreit) treten verschiedene „Textspeier“ vor einem neutralen Publikum gegeneinander an. Die exotischsten Geschichten und Ideen treffen hier auf den süchtigen Nerv der Zuhörer, die jedes Wort verschlingen, das sie zu hören bekommen. Eine Jury – entweder vom Fach oder zufällig unter dem Publikum ausgewählt – bewertet die Performance der Poeten und verteilt Punkte auf einer Skala von eins bis zehn. Literaturaktivist Bob Holman definierte die Noten folgendermaßen:

„Eins für ein Gedicht, das nie hätte geschrieben werden dürfen, zehn für ein Gedicht, das einen spontanen kollektiven Orgasmus im Raum auslöst.“

Oft wird auch durch die Lautstärke des Applauses der Poetry Slam King gewählt.

Man sieht also, die Dichtkunst ist auch in 2008 noch hochaktuell und findet nicht nur bei schrulligen Professoren Anklang. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene pilgern von dem einen Poetry Slam zum andern, feilen endlos an den eigenen Texten und sind regelrechte Slamjunkies: Wer den „kollektiven Orgasmus“ einmal gespürt oder vielleicht sogar verursacht hat, will immer mehr davon. Garantiert.

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